Teilgelenkersatz vs. totaler Kniegelenkersatz

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Die häufigste Ursache für die Notwendigkeit eines künstlichen Kniegelenks ist die Kniegelenksarthrose (Gonarthrose). Je früher eine Abklärung von Knieschmerzen durch einen Orthopäden erfolgt, desto mehr Möglichkeiten der Ursachenbehandlung stehen noch zur Verfügung. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose im Kniegelenk kann jedoch ein Gelenkersatz erforderlich sein. Bei einer gründlichen fachärztlichen Untersuchung kann entschieden werden, ob das gesamte Gelenk oder nur ein Teil davon ausgetauscht werden muss. 

Welche Ursachen führen zu einer Kniegelenksarthrose?

Arthrosen im Kniegelenk entstehen meist primär aufgrund altersbedingter Abnutzungserscheinungen. Der Beginn der Beschwerden erfolgt hierbei in der Regel etwa ab einem Alter von 55 bis 60 Jahren. 

Aber auch Knieverletzungen und Meniskusoperationen können zu einer sogenannten sekundären Arthrose führen. Diese Form der Kniegelenksarthrose kann ebenso durch eine Achsenfehlstellung (X-Beine, O-Beine) oder andere Überbelastungen des Gelenks (z.B. Läuferknie) entstehen. In beiden Fällen- also bei einer primären sowie einer sekundären Arthrose werden die Gleitflächen (= Gelenkknorpel) des Kniegelenks abgenutzt, was zu Schmerzen und zu Bewegungseinschränkungen führt. 

Muss eine Arthrose im Knie zwangsläufig operiert werden?

Bei Arthrosen sollten immer zuerst konservative Therapien zur Anwendung kommen. Eine bereits bestehende Gonarthrose kann nicht rückgängig gemacht werden, deswegen ist eine rasche Abklärung der Ursachen für Kniebeschwerden ratsam. In vielen Fällen können Folgeschäden wie der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks so vermieden oder zumindest verzögert werden. 

Sollte der Knorpel bereits abgenutzt sein, ist es zwar nicht möglich, diesen wieder aufzubauen, aber es gibt bereits vielfältige Möglichkeiten, um einem möglichen weiteren Verschleiß entgegenzuwirken und die Schmerzen zu lindern:

Diese Therapien sorgen dafür, dass die natürliche Gleitfähigkeit und Stoßdämpfung des Knorpels wiederhergestellt oder unterstützt wird und dieser somit nicht noch weiter abgenutzt wird. Je nach Beschwerden und Diagnose empfiehlt es sich, mehrere Therapieformen zu kombinieren, um ein rasches und optimales Ergebnis zu erzielen.

Wann ist ein Gelenkersatz notwendig?

Ist die Arthrose im Kniegelenk weit fortgeschritten und es sind bereits alle Möglichkeiten der konservativen Therapieformen ausgeschöpft, ist die Implantation einer Knieprothese der nächste Schritt. Während bis vor einigen Jahren noch stets das gesamte Kniegelenk ersetzt wurde, ist es nun möglich, unter gewissen Voraussetzungen nur einen Teil des Gelenks zu ersetzen. Der sogenannte Teilgelenkersatz sollte aufgrund seiner Vorteile bevorzugt zur Anwendung kommen.

Wann ist ein Teilgelenkersatz möglich und sinnvoll? Was sind die Vorteile?

Bei Arthrosen, die sich bei erhaltenen Bandstrukturen nur auf einen Teilbereich im Knie beschränken, kann ein maßgeschneiderter Teilgelenkersatz zum Einsatz kommen. Dabei wird nur der Teil des Gelenks ersetzt, der auch tatsächlich beschädigt ist. Die Knieteilprothese wird individuell auf ihr Knie angepasst. Dies führt dazu, dass nach der Operation das Strecken und Beugen des künstlichen Kniegelenks in der Regel uneingeschränkt möglich ist.

Dieser Teilgelenkersatz bietet viele Vorteile im Vergleich zum totalen Gelenkersatz:

  • Deutlich schonenderer Eingriff 
  • Kürzere Operationszeit von unter einer Stunde
  • Weniger invasiv, da alle Bandstrukturen und die noch gesunden Gelenkteile erhalten bleiben
  • Erhebliche Verkürzung der postoperativen Rehabilitation
  • Bessere Beweglichkeit und natürlicheres Kniegefühl 

Wie läuft eine Gelenkersatzoperation bei Dr. Florian Sevelda ab? Was muss ich beachten?

Wenn bei Ihnen alle anderen konservativen (nicht operativen) Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, werden Sie nach einer gründlichen Untersuchung bei einem ausführlichen Gespräch von mir über die Möglichkeit einer Operation beraten. Dabei wird abgeklärt, ob der Einsatz eines Teilgelenkersatzes möglich ist, welche Risiken bestehen und was Sie genau erwartet, wenn Sie sich für eine Operation durch mich entscheiden.

Durch meine langjährige Erfahrung als orthopädischer Chirurg an der Universitätsklinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, sowie durch zahlreiche Fortbildungen im In- und Ausland habe ich mir innovative und besonders muskelschonende Operationsverfahren angeeignet. Für eine schnellstmögliche Genesung wende ich stets modernste Methoden beim minimalinvasiven Kniegelenkersatz und Knieteilgelenkersatz an. Diese verkürzen die Operationszeit, halten das Operationstrauma gering und ermöglichen eine schnellere Rehabilitation. 
Ich operiere Sie im Evangelischen Krankenhaus in Wien, in dem Sie am Tag Ihrer Gelenkersatzoperation oder auch einen Tag vorher aufgenommen werden. Die Eingriffe sind unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie (Kreuzstich) möglich und dauern je nach Art des Kniegelenkersatzes 50-90 Minuten. Nach einem Aufenthalt von 3-7 Tagen, bei dem Sie bereits eine Physiotherapie erhalten, werden Sie mit Krücken entlassen, die Sie für insgesamt 3- 4 Wochen zur Unterstützung benötigen werden. Bereits nach 3-4 Monaten wird Ihre Beweglichkeit wieder vollständig und schmerzfrei wiederhergestellt sein. Die Nachbehandlung erfolgt stets durch mich persönlich in meiner Ordination.

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